Hühnerstammtisch

DSC_0367cropped

Zum zweiten Mal möchten wir – auf Anregung von André Tonnelier – zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema Hühnerhaltung im Privatgarten bzw. im kleinen Maßstab einladen. Hierzu treffen wir uns am 10.11.2018 um 15 Uhr auf dem Stadtbauernhof/ im Ulanen Hof. Je nach Interessenlage und Fragen können wir den vorhandenen und den möglichen künftigen Stall auf dem Stadtbauernhof besichtigen, Tipps zu Futter, Einstreu und Equipment sowie Literaturtipps austauschen. Meldet euch bei Fragen und Anmeldung bei presse@stadtbauernhof.org.

Aktionstag August

Am Samstag den 18. August heißt es wieder: Ran an die Arbeit. Folgende Baustellen haben wir bisher vorgesehen:

    • Die Trockenheit hat den Pflanzen des Stadtgartens stark zugesetzt (und den Beikräutern leider weniger). Hier suchen wir Hilfe beim Gärtnern. Eventuell werden wir dann auch ernten (Äpfel, Zwetschgen, Kartoffeln, Tomaten) und das Getreide abschneiden.
    • Das Holzregal ist endlich fertig (Danke an Roman, Katja und die anderen Helfer!). Nun muss es eingeräumt werden.
    • Für die Arbeiten an den Wasserleitungen auf dem Gelände werden Helfer gebraucht.
    • Ebenso muss am Brunnenschacht gearbeitet werden.

Wir freuen uns auf euch.
 

Kids in Gummistiefeln! – Ab April geht es wieder los.

P8260019
Minas Bauwagen mit Malve und Sonnehut auf dem Hofgelände. Foto: Martin Krämer

Wer sich schon einmal auf dem Stadtbauernhof umgesehen hat, dem ist sicherlich Minas Bauwagen aufgefallen. Dieser dient zwei mal wöchentlich als Ausgangspunkt für ihre Entdeckungsreisen mit den Kindergruppen von ‚Kids in Gummistiefeln!‘. Wie der Name schon sagt sind die Kinder bei jedem Wetter draußen um die Natur rund um den Stadtbauernhof mit allen Sinnen zu entdecken. Minas Idee: „Ich möchte, dass sich die Kindern die Hände schmutzig machen, Regenwürmer sammeln und erfahren, warum es wichtig ist, dass die Sonne scheint oder warum es regnet. Ich möchte Ihnen zeigen, dass manches, was man in der Natur findet, zum Essen gut ist oder zum Spiele bauen geeignet ist. Ich möchte ihnen zeigen, dass man keinen bebauten, gepflasterten Spielplatz besuchen muss, um zu spielen und Spaß zu haben. Ich möchte rote Kinderwangen sehen, müde Gesichter, leuchtende Augen, kalte Hände, in 10 Zwiebelschichten angezogene Winterkinder, ich möchte die unmöglichsten Fragen hören und auch mal mit „Ich weiß nicht“ antworten.“[1]

Während des ganzen Jahres dürfen die Kinder spielerisch die Natur erfahren. Je nach Wetter, den Bedürfnissen und Ideen der Kinder und Jahreszeit ergeben sich neue Themen. So haben die Kinder beispielsweise die Möglichkeit, mit Naturmaterialien zu basteln (z.B. Vogelhäuschen) oder aus natürlichen Zutaten wie Blätter und Kräutern Tees oder Limonade herzustellen. Es wurden auch schon ein Weidenzaun und ein Erdofen gebaut. Neben dem Bauwagen legen die Gruppen im Frühjahr ein Beet an und helfen beim Säen, Pflegen und Ernten der Pflanzen. Auch können die Kinder helfen die Hühner zu füttern und Eier zu sammeln. Zusäzlich gibt es Experimente, Spiele, Gesang und Tanz und Geschichten rund um die Natur.

Die Kurse finden fortlaufend (auch in den Ferien) jeweils montags und mittwochs von 16.00 – 17.30 Uhr (in der dunklen Jahreszeit von 15.30 – 17.00 Uhr) statt.

Mina nimmt bis zu acht Kinder im Alter von 3-7 Jahren pro Gruppe auf.

Fotos: Martin Krämer

Kontakt: jung.sabrina@gmail.com oder 0157 / 807 500 96

Minas Webseite: www.kidsingummistiefel.wordpress.com
[1] Schöner und ausführlicher Artikel über Kids in Gummistiefeln! im Wackenberger Echo 142/142 (auf den Seiten 13 & 14)

Aktionstag im Februar 2018

K1024__DSC02455_Zuschnitt

Am 24.2.18 ab 11 Uhr (Achtung: Der Termin wurde verschoben!) findet unser erster Aktionstag des Jahres statt an dem ihr zum Arbeitseinsatz auf dem Hof eingeladen seid. Wir haben einige dringende Bauarbeiten geplant (je nach Witterung kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen).

  • Stadtgarten: Ausheben und Gießen von Fundamenten für ein dekoratives Zaunelement (Fendow) am Eingang
  • Stadtgarten: Umkreis des Wasserhahns mit Kies auffüllen
  • Bildungsgruppe: Herrichten des Schrankes für die Bildungsarbeit und Montage eines Hängeschankes
  • Stadtbauernhof: Teerbahnen auf Dach aufbringen
  • Stadtbauernhof: Moos vom Dach entfernen

Nach getaner Arbeit können wir in gemütlicher Runde drinnen (im Ulanen Hof) oder draußen (falls das Wetter es zulässt) beisammen sitzen.

Endlich (fast) fertig: Unsere Komposttoilette

Nach 2 Jahren der Planung und Wochen des Streichens, Aufbaus, Abrisses und Wiederaufbaus ist es nun endlich soweit: Der Stadtbauernhof hat seine eigene Komposttoilette.

Komposttoilette.jpg
Leuchtet in allerschönstem Schwedenrot: Die Komposttoilette

Warum eine Komposttoilette? Auf den ersten Blick scheint es ja eher unpraktisch, denn die Auffangbehälter unter der Toilette müssen regelmäßig geleert werden. Auch könnte man sich wegen eventueller Geruchsbelästigungen Gedanken machen. Also hier ein paar Hintergründe zu unserer Entscheidung.

1. Der Stadtbauernhof (inklusive Ulanen Hof und Wohnhaus) ist nicht an das städtische Abwassernetz angeschlossen

Das bedeutet, dass etwa alle zwei Wochen (bei gutem Wetter und vielen Gästen im Ulanen Hof auch häufiger) die Klärgrube ausgepumpt werden muss. Dafür fährt jedes Mal ein Saugwagen der ZKE den ganzen Weg durch das Almet zum Hof. Und wer schon einmal neben einem Saugwagen saß während dieser eine Klärgrube auspumpt weiß: Es ist laut und es riecht – sagen wir mal – unangenehm. Mit einer eigenen Toilette für die großen und kleinen Besucher des Stadtbauernhofes wollen wir die Menge an Klärschlamm in der Grube (und damit die Besuche des Saugwagens) verringern.

2. Die Komposttoilette ist ein Teil der nachhaltigen Landwirtschaft

Aber keine Sorge, das bedeutet nicht, dass wir die vollen Behälter regelmäßig auf dem Gemüsebeet auskippen (da gibt es auch rechtliche Regelungen die beachtet werden müssen). Aber zunächst einmal: Unsere Trockentoilette ist kein Plumpsklo! Der Unterschied ist, dass flüssige (also Urin) und feste Bestandteile getrennt in Behältern gesammelt werden. Kot wird noch zusätzlich durch Sägespäne oder Mulch getrocknet. Dadurch wird die Entstehung unangenehmer Gerüche verhindert, diese entstehen nämlich duch Fäulnisprozesse (also durch Mikroorganismen unter Luftabschluss) beim Mischen von Kot und Urin. Und diese Fäulnisprozesse wiederum verhindern die Entstehung von Humus (welcher durch Bodenlebewesen an Luft gebildet wird). Das trockene Kot-Mulch-Gemisch verrottet innerhalb von 2 Jahren zu Humus, Urin kann, verdünnt mit Wasser als Pflanzendünger verwendet oder der Klärgrube zugeführt werrden.

Soweit so gut, aber warum wollen wir überhaupt Humus und Dünger aus menschlichen Abfällen herstellen? Was ist mit Krankheitserregern? Oder Medikamenten?

Der Gehalt an Nährstoffen in unseren Abfallprodukten ist sehr hoch. Zum Beispiel enthält Kot ebensoviel Stickstoff wie unser gewöhnlicher Biomüll, also Obst- und Gemüsereste oder Rasenschnitt, Urin sogar etwa das Dreifache. Ebenso ist der Gehalt an anderen für die Pflanzen nützlichen Elementen wie Kalzium, Kalium, Phosphor und Zink genauso hoch oder höher. Der Anteil an Schwermetallen, wie zum Beispiel Cadmium, Chrom, oder Nickel liegt dabei niedriger als bei Obst- und Gemüseabfällen und unter den Grenzwerten der Bioabfallverordnung [1].

Menschliche Ausscheidungen können verschiedene Krankheitserreger, von Bakterien (E. coli, Salmonellen), über Viren (Rota, Hepatitis), Protozoen und Würmer bzw. Wurmeiern enthalten [2]. Um diese abzutöten gibt es verschiedene Wege mit verschiedenem Aufwand. Nach einer ’normalen‘ Kompostierung bei etwa 37°C sind nach 2 Jahren keine Pathogene mehr nachweisbar [3]. Schneller geht es mit zum Beispiel mit thermophiler Kompostierung bei 70°C, dann dauert es nur 1 Stunde bis alle Erreger abgetötet sind.

Medikamente sind leider problematisch, da sie sich in manchen Fällen im Boden anreichern können. Normalerweise aber bauen sich Medikamente im Boden schneller ab als in Fließgewässern, wo sie oft auch nach der konventionellen Reinigung in Kläranlagen, und damit in unserem Trinkwasser, nachgewiesen werden können [4].

In der industriellen Landwirtschaft gelangen durch die Düngung mit Rinder- und Schweinegülle hohe Mengen and Antibiotika in die gedüngten Böden und durch Regen auch in den Wasserkreislauf. Die Antibiotikakonzentration im Urin ist vergleichsweise niedrig verglichen mit der Konzentration in Gülle. Weiterhin werden Antibiotika im Boden innerhalb einiger Tage bis Wochen abgebaut [5].

Nun denn, ab jetzt machen wir am Stadtbauernhof aus Scheiße Gold Blumen.

Wir danken besonders den Menschen, die alles geplant, organisiert und aufgebaut haben: Agnes, Karin, Klaus, Justus, Frauke und Martin – ihr seid spitze!

Quellen:

[1] Krause et al., Sauberer Kompost – sauberer Dünger: Schadstoffarme Reststoffe aus der Stadt als Pflanzendünger nutzen. Forschungsreport Spezial: Ökologischer Landbau 4 (2015) 8-9 (Link)

[2] Schönning C & Stenström TA, Guidelines on the Safe Use of Urine and Faeces in Ecological Sanitation Systems. Swedish Institute for Infectious Disease Control (SMI) 2004 (Link)

[3] http://www.igzev.de/wp-content/uploads/2014/12/fact_sheet_hygienisierung_version_mai2014.pdf

(über: www. anstiftung.de/urbane-gaerten/aktuell/100031-trockentoiletten-triple von http://www.kante.info – Kollektiv für angepasste Technik)

[4] Anthropogene Spurenstoffe, Krankheitserregerund Antibiotikaresistenzen im Wasserkreislauf – Relevanz, Monitoring und Eliminierung. DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., Hennef 2017 (Link)

[5] Schmitt H, ter Laak T, Duis K, Development and dissemination of antibiotic resistance in the environment under environmentally relevant concentrations of antibiotics and its risk assessment. Umweltbundesamt 2017 (Link)

(Ein kalter, feuchter und spannender) Kurs im Obstbaumschnitt

Bereits am 6. Januar fand auf dem Gelände des Stadtgartens ein Kurs im Obstbaumschnitt mit Eva-Maria Altena aus Trier statt. Eva lehrt die Methode des Oeschbergschnitts (sie hat sich hier weiter gebildet) und teilte ihre umfangreichen Kenntnisse mit uns. Sie zeigte uns beispielhalber den Schnitt eines Säulenbaumes und eines Halbstämmchens und erklärte uns außerdem wie man einen unserer alten Pflaumenbäume schneiden müsste um ihn länger zu erhalten. Aufgrund des durchwachsenen Wetters planen wir einen weiteren Schnittkurs im März, wo die Teilnehmer dann auch selbst ihren ‚eigenen‘ Baum schneiden können. Vielen Dank für den spannenden und lehrreichen Nachmittag, Eva.

Foto 2
Eva erklärt den Schnitt eines jungen Baumes (Pfirsich). Foto: Melanie Malter-Gnanou
Foto 3 (1)
Die Teilnehmer des Kurses, die fast gar nicht frieren. Foto: Melanie Malter-Gnanou

SoLawi Vollversammlung 2018

Fotos: Martin Krämer

Am letzten Samstag fand die Vollversammlung der Solidarischen Landwirtschaft (SoLawi) auf dem Stadtbauernhof mit anschließender Bieterrunde für die Ernteteile statt. Der reservierte Bereich des Ulanen Hofes war gut besucht als die Pächter und Inhaber des Landwirtschaftsbetriebes Jörg und Imka das laufende Landwirtschaftsjahr (März 2017 bis Februar 2018) Revue passieren ließen. Anhand der Umfrage zur Zufriedenheit der Mitglieder, welche im Dezember 2017 durchgeführt worden war, wurden eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert und entsprechende Pläne für die kommende Saison 2018/2019 vorgestellt. Alles in allem war die Zufriedenheit der Mitglieder groß, was sich neben den Umfrageergebnissen und persönlichen Gesprächen auch an der geringen Zahl von Kündigungen zeigt. Aber da man von Kritik mehr lernen kann werde ich hier kurz auf zwei Punkte eingehen.

So hatten einige Erntenehmer kritisiert, dass die Gemüsemengen im Sommer kaum zu schaffen seien, während im Winter zu wenig Gemüse abgeholt werden kann. Als Lösung wurde von Jörg vorgeschlagen, dass mehr lagerfähiges Gemüse (z.B. Rote Beete, Möhren, Kürbisse) angebaut und auch am Hof gelagert werden soll. Hierzu muss im Laufe des Jahres eine Kühlzelle eingerichtet werden, so dass eine Lagerung in entsprechendem Maße möglich wird. Außerdem soll es Sommerernteteile geben, die nur von Juli bis September, also zur Hochsaison, an Interessierte vergeben werden. Zusätzlich wird Sabine, eine gelernte Gärtnerin und Spezialistin für Gewächshausanbau das Team in der landwirtschaftlichen Arbeit unterstützen. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass manche Gemüsesorten wie Paprika und Aubergine nicht in gewünschter Qualität (die Paprika waren grün statt rot) und Menge (zu wenige und zu kleine Auberginen) vorhanden waren. Auch hier hat das Team aber aus den Erfahrungen der ersten beiden Jahre gelernt, um sowohl Qualität als auch Menge von diesen und anderen Gemüsearten (Blumenkohl, Sellerie und Fenchel, um ein paar Beispiele zu nennen) zu verbessern.

Der Anbauplan steht, auch er wurde mit Unterstützung von Sabine erstellt. Die Vielfalt an Gemüsen soll auch in diesem Jahr für die Erntenehmer erhalten bleiben, dabei wird mit der Sortenwahl laufend weiter experimentiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Gemüsequalität und -menge sowie auf einer ausgeglichenen Auswahl über das Jahr, sowie dem langfristigen Ausbau des Obstbaumbestandes, der allerdings erst in einigen Jahren nennenswerte Erträge liefern wird.

Die Anzahl der Ernteteile wird in der kommenden Saison nochmals um 15 auf 95 Ernteteile erhöht. Davon sind nun bereits 83 alle Ernteteile vergeben. Wer Interesse an einem der wenigen verbleibenden ganzjährigen Ernteteile oder an einem der 15 Sommer-Ernteteile hat kann Imka & Jörg unter solawi@stadtbauernhof.org erreichen.

Kerzenreste gesucht

Isabel, die Initiatorin des Verschenkregals im Ulanen Hof, gießt neue bunte Kerzen aus Wachsstummeln und verschenkt diese dann. Wie sie findet sind Kerzenreste zu wertvoll um in der Tonne zu landen. Nun hat sie leider keine Reste mehr (ausgerechnet jetzt vor Weihnachten). Eure Kerzenstummel könnt ihr gerne (für Isabel oder auch andere Interesierte) im Verschenkregal im untersten Fach ablegen. Größere Kerzenreste, die sie selbst nicht verarbeiten kann, wird sie kostenfrei an die Kerzenmanufaktur SinnLicht in Karlsruhe weitergeben.

Damit einen gemütlichen Sonntag euch allen!

Christiane

Verschenkregal im Ulanen Hof

Verschenkregal

Vielleicht ist es dem einen oder anderen von euch schon aufgefallen: Das Verschenkregal im Ulanen Hof. Es wurde von Isabel aufgebaut und wird auch von ihr gepflegt. Ihre Idee: „Warum sollte ich gut erhaltene Dinge wegwerfen, die andere Menschen noch gebrauchen können? Und ich freue mich, wenn ich auch anderen Menschen dazu inspirieren kann darüber nachzudenken…“

Damit es funktioniert sind alle eingeladen mitzutauschen. Habt ihr alte und gut erhaltene Dinge (Bücher, Geschirr, Spiele, etc.) die ihr nicht benötigt? Bringt sie beim nächsten Besuch am Ulanen Hof oder Stadtbauernhof mit und stellt sie ins Regal. Oder nehmt euch etwas mit, was ihr brauchen könnt. Viel Spaß beim Verschenken und beschenkt werden!