Die solidarische Landwirtschaft auf dem Stadtbauernhof (kurz SoLawi, mehr dazu u.a. beim Netzwerk SoLawi unter www.solidarische-landwirtschaft.org) bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, regelmäßig ihre Lebensmittel direkt vom Stadtbauernhof zu beziehen.

Im Moment bauen wir hauptsächlich Gemüse an, außerdem halten wir Bienen und Hühner. Eine Obstwiese mit verschiedenen Apfel- und Birnensorten sowie Himbeersträuchern und Kräutern wurde im hinteren Teil des Geländes angelegt. So erhalten unsere Ernteteiler wöchentlich ihr frisches Gemüse direkt vom Bauernhof und können je nach Möglichkeit beim Anbau und der Ernte dabei sein.

Die Ernteteile werden jedes Jahr im Januar/Februar vergeben, die neue Saison beginnt dann am 1.März und dauert immer 12 Monate. Wer Interesse an Ernteteilen hat kann sich unter solawi@stadtbauernhof.org nach freien Ernteteilen erkundigen. Antworten zu einigen, häufig auftauchenden Fragen findet Ihr unten. Bei weitergehenden Fragen könnt Ihr Euch gerne per Mail oder telefonisch (0177/1458582) an uns wenden.

Häufig gestellte Fragen

Entspricht die Mitgliedschaft im Verein zugleich auch der Mitgliedschaft in der Solidarhofgemeinschaft?

Die Solidarhofgemeinschaft wird – unabhängig vom Verein – als GbR von Jörg Böhmer und Imka Pappermann betrieben. Während der gemeinnützige Verein Träger des Gesamtprojektes und der Bildungsarbeit auf dem Hof ist, sind die wirtschaftlichen Tätigkeiten (der Anbau und außerdem auch die Gastronomie) über Unterverpachtung eigenständig. Das heißt, es gibt zum einen die Vereinsmitgliedschaft im Stadtbauernhof Saarbrücken e.V. und zum anderen die Mitgliedschaft in der Solidarhofgemeinschaft. Während die Mitgliedschaft im Verein auch unabhängig von einem Ernteteil für alle möglich ist, haben wir als Solidarhofgemeinschaft entschieden, dass alle Ernteteiler zugleich auch die gemeinnützige Arbeit auf dem Stadtbauernhof unterstützen und Vereinsmitglied sein müssen.

Wie groß ist ein Ernteteil?

Ein Ernteteil entspricht bei uns etwa dem Gemüsebedarf einer erwachsenen Person. Nun ist das Koch- und Essverhalten doch sehr unterschiedlich und wenn man eher nur am Wochenende kocht, kriegt man mit einem Ernteteil auch locker eine große Familie durch. Die jahreszeitlichen Schwankungen versuchen wir mit unseren Gewächshäusern und durch Lagerhaltung auszugleichen, trotzdem gibt es naturgemäß im Sommer und Herbst deutlich mehr Ernte als im Winter – und im Frühjahr vielleicht auch mal eine kurze Verteilpause.

Was kostet ein Ernteteil?

Wir stellen jedes Jahr ein Jahresbudget zusammen, das alle Kosten enthält, um den Hof ein Jahr zu bewirtschaften. Dieses wird auf alle Ernteteiler aufgeteilt und von diesen gemeinsam getragen. Der Beitrag wird in der Regel monatlich bezahlt – einige Ernteteiler zahlen ihre Beiträge auch viertel- oder halbjährlich im Voraus. Auf unserer Vollversammlung im Januar/ Februar stellen wir das Budget vor und vergeben die Anteile.

Derzeit kostet ein Ernteanteil (im Durchschnitt) 68 € pro Monat, wobei dies als Richtwert zu verstehen ist. Über unser Bieterverfahren können die Ernteteiler ihren persönlichen Beitrag an ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten anpassen.

Wo und wann kann ich meinen Ernteanteil abholen?

Die Ernte erfolgt überwiegend durch das Team aus Bewirtschaftern und Mitarbeitern – einige Produkte werden jedoch zur Selbsternte angebaut. Die Abholung findet immer Freitagnachmittag und Samstagvormittag direkt auf dem Stadtbauernhof statt.

Kann / Muss ich auf dem Feld mitarbeiten?

In unserer Erntegemeinschaft gibt es keine festen, verpflichtenden Helferkontingente. Der Stadtbauernhof befindet sich jedoch immer noch im Aufbau und die Hofgemeinschaft ist auf die Mithilfe aller angewiesen. Zudem gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten, sich ins Geschehen einzubringen, so dass wir davon ausgehen, dass jeder Ernteteiler etwas zum großen Ganzen beitragen kann. (Mehr dazu auch unter Mitmachen!)