Fotos: Martin Krämer

Am letzten Samstag fand die Vollversammlung der Solidarischen Landwirtschaft (SoLawi) auf dem Stadtbauernhof mit anschließender Bieterrunde für die Ernteteile statt. Der reservierte Bereich des Ulanen Hofes war gut besucht als die Pächter und Inhaber des Landwirtschaftsbetriebes Jörg und Imka das laufende Landwirtschaftsjahr (März 2017 bis Februar 2018) Revue passieren ließen. Anhand der Umfrage zur Zufriedenheit der Mitglieder, welche im Dezember 2017 durchgeführt worden war, wurden eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert und entsprechende Pläne für die kommende Saison 2018/2019 vorgestellt. Alles in allem war die Zufriedenheit der Mitglieder groß, was sich neben den Umfrageergebnissen und persönlichen Gesprächen auch an der geringen Zahl von Kündigungen zeigt. Aber da man von Kritik mehr lernen kann werde ich hier kurz auf zwei Punkte eingehen.

So hatten einige Erntenehmer kritisiert, dass die Gemüsemengen im Sommer kaum zu schaffen seien, während im Winter zu wenig Gemüse abgeholt werden kann. Als Lösung wurde von Jörg vorgeschlagen, dass mehr lagerfähiges Gemüse (z.B. Rote Beete, Möhren, Kürbisse) angebaut und auch am Hof gelagert werden soll. Hierzu muss im Laufe des Jahres eine Kühlzelle eingerichtet werden, so dass eine Lagerung in entsprechendem Maße möglich wird. Außerdem soll es Sommerernteteile geben, die nur von Juli bis September, also zur Hochsaison, an Interessierte vergeben werden. Zusätzlich wird Sabine, eine gelernte Gärtnerin und Spezialistin für Gewächshausanbau das Team in der landwirtschaftlichen Arbeit unterstützen. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass manche Gemüsesorten wie Paprika und Aubergine nicht in gewünschter Qualität (die Paprika waren grün statt rot) und Menge (zu wenige und zu kleine Auberginen) vorhanden waren. Auch hier hat das Team aber aus den Erfahrungen der ersten beiden Jahre gelernt, um sowohl Qualität als auch Menge von diesen und anderen Gemüsearten (Blumenkohl, Sellerie und Fenchel, um ein paar Beispiele zu nennen) zu verbessern.

Der Anbauplan steht, auch er wurde mit Unterstützung von Sabine erstellt. Die Vielfalt an Gemüsen soll auch in diesem Jahr für die Erntenehmer erhalten bleiben, dabei wird mit der Sortenwahl laufend weiter experimentiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Gemüsequalität und -menge sowie auf einer ausgeglichenen Auswahl über das Jahr, sowie dem langfristigen Ausbau des Obstbaumbestandes, der allerdings erst in einigen Jahren nennenswerte Erträge liefern wird.

Die Anzahl der Ernteteile wird in der kommenden Saison nochmals um 15 auf 95 Ernteteile erhöht. Davon sind nun bereits 83 Ernteteile vergeben. Wer Interesse an einem der wenigen verbleibenden ganzjährigen Ernteteile oder an einem der 15 Sommer-Ernteteile hat kann Imka & Jörg unter solawi@stadtbauernhof.org erreichen.

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