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Vielen Dank euch allen für die Zeit und Energie die ihr am letzten Wochenende investiert habt um den Stadtbauernhof zu einem schöneren Ort zu machen. Es hat sehr viel Spaß gemacht gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. Einige von uns haben den Sonntag damit verbracht, mit Hilfe von Pascal und Florian, unsere Anregungen und Ideen zu sortieren sowie unser Konzept und unsere bisherigen Schwerpunkte kritisch zu durchleuchten. Auf dieser Seite findet ihr dazu eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick darauf, wie es nun weiter geht.

Zunächst zur Gegenwart und damit zu dem womit ihr zufrieden und unzufrieden seid. Wir konnten unsere Antworten aus den Interviews ziemlich klar in acht Bereiche unterteilen: Motivation, Kommunikation, Zeit, Struktur und Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Angebote, Gemeinschaft und Gastronomie.

Motivation

Der Ort Stadtbauernhof wird durchweg als angenehm wahrgenommen. Als Grundmotivation wird eine (gemeinsame) Vision genannt die in der Zukunft liegt und auf die hoffnungsvoll hingearbeitet wird, deren Erreichung aber in manchen Fällen auch mit Zweifeln belegt ist. Zu den Begriffen Gemeinschaft und Energie werden sowohl positive als auch negative Assoziationen (z.B. viel Wille, Ermüdung, gemeinsam erschaffen, Euphorie, Ernüchterung, Zweifel) genannt.
Die Stimmung wird von manchen als kreativ, offen, familiär und angenehm empfunden, während bei anderen das Gefühl vorherrscht nicht willkommen zu sein und Kontakte zu vermissen.
‚Nette Leute‘ sind als wichtige Motivation mehrmals genannt. Zwischenmenschliche Probleme und Konflikte schmälern die Motivation ebenso wie das Gefühl alleine zu werkeln.

Öffentlichkeitsarbeit

Zwei Kernaussagen wurden deutlich:
1. Die Sichtbarkeit des Stadtbauernhofes nach außen wird als unzureichend dargestellt, z.B. „Finden der tollen Webseite“, „Bewusstsein für Möglichkeiten zur Naturerfahrung auf dem Hof nach außen tragen“
2. Die ästhetische Außenwirkung ist verbesserungsbedürftig, u.a. bzgl. Eingangsbereich.

Kommunikation

Die Kommunikation bedarf einer Verbesserung, sowohl inhaltlich (Informationen zu Projekten und Arbeitsmaterialien) als auch im zwischenmenschlichen Bereich (z.B. „Niemand sagt „Hallo“ wenn ich komme“, Freude über Projekte wird nicht ausgetauscht, zwischenmenschliche Probleme sind fühlbar). Dadurch soll das „Wir-Gefühl“ verbessert werden.

Gemeinschaft

Die Antworten dieses Bereichs lassen den Wunsch nach schönen gemeinsamen Erlebnissen erkennen.

Angebote

Es gab zahlreiche Vorschläge zu Angeboten, die auf dem Hof umgesetzt werden könnten – im Mittelpunkt stehen Naturerlebnisse, gemeinschaftliche kulinarische Feste und musikalische Veranstaltungen, aber auch Bauprojekte (konkret mehr dazu später in den Ideen). Der Wunsch nach mehr und besserer Zusammenarbeit der Einzelprojekte wird genannt.

Zeit

Zum Thema Zeit gab es 15 verschiedene Beiträge, von denen sich elf auf die eigene Person beziehen, zwei auf die anderen Mitglieder und weitere zwei auf die Personen, die sich besonders stark einbringen.Die überwiegende Aussage ist Zeitmangel, gerne würde man sich mehr einbringen, es fehlt jedoch die Zeit, man muss es mit den Alltagsverpflichtungen in Einklang bringen, bei einigen äußert sich das schlechte Gewissen. Andere empfinden die Zeit, die sie auf dem Hof verbringen als bereichernd und versuchen die eigenen Kinder mehr einzubeziehen.
Die zweite Gruppe bemängelt die geringe Bereitschaft mancher Vereinsmitglieder, Zeit zu investieren und regen an, diese zur Mitarbeit zu motivieren, um das Gefühl loszuwerden, dass diese nur bei uns einkaufen.
Drittens wurde die Besorgnis geäußert, dass sich Einzelne zu viel engagieren müssen und dass diese Überforderung zu einem Burn-Out bei den Verantwortlichen vom Stadtbauernhof führen könnte.

Struktur und Organisation

Bis auf einen positiven Kommentar gab es in diesem Bereich viel Kritik zur unklaren und undurchsichtigen Struktur. Viele wollen sich gerne einbringen, wissen aber nicht wie und bekommen verschiedene Antworten aus verschiedenen Quellen. Fehlender Überblick, fehlende Koordination, fehlendes Material und zu hohe Ansprüche an Selbstorganisation führen zu verringerter Motivation.

Gastonomie

Als Problem wird die fehlende Verbindung von Gastronomie und Stadtbauernhof gesehen.
Als Lösung wurde vorgeschlagen im Ulanen Hof Produkte vom Hof anzubieten (z.B. saisonale Gerichte, Gruß aus der Küche, Tagesgericht), eine grundsätzlich biologische Ausrichtung des Ulanen Hofs anzuregen, eine Gastrofirma mit dem Verein zu gründen sowie eine Rollentausch Gastro/Hof.

Wie geht’s weiter?

Jetzt, nachdem die Eindrücke schon etwas in uns arbeiten konnten, werden wir im nächsten Schritt die Ergebnisse ansehen, drängende Herausforderungen herausstellen und Entwicklungspfade herausarbeiten. Dazu sind wir mit Pascal und Florian in Kontakt um ein Nachtreffen zu organisieren, zu welchem ihr herzlich eingeladen seid. Wir informieren euch rechtzeitig wann und wo das Nachtreffen stattfinden wird.

Bis dahin können diejenigen unter euch, die den (mehr oder weniger monatlichen) Newsletter des Stadtbauernhofs nicht erhalten, ihn hier bestellen: Newsletter bestellen.

Viele von euch hatten nach dem Rezept des leckeren Streuselkuchens von Ursula gefragt. Ihr findet ihn (und andere tolle Kreationen – mit viel frischem Gemüse vom Stadtbauernhof) auf ihrem wunderbaren Blog Coconut & Cucumber: zum Rezept.

2 Kommentare zu „Gedanken zur Zukunftswerkstatt

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